Was macht gute Holzkohle aus und woran erkennt man sie?
09.08.2020

Was ist der Unterschied zwischen Grillkohle und Briketts?

Briketts bestehen genau wie Holzkohle aus verkohltem Holz. Der Unterschied ist: Klassische Holzkohle wird aus ganzen Holzstücken gewonnen wobei Briketts aus Holzstaub gewonnen werden, der nach der Verkohlung gepresst wird. Durch dieses Pressen haben Briketts eine enorm viel höhere höhere Dichte als Holzkohle, was gleichzeitig auch eine längere Brenndauer bedeutet.

Ein weiterer Vorteil der Briketts liegt in der gleichmäßigen Form und Größe, dadurch brennen sie relativ gleichmäßig ab und habe eine konstante Hitzeentwicklung und Brenndauer. Durch die einheitliche Form lassen sich die Briketts auch einfacher gleichmäßig im Grill verteilen.

Vergleicht man die Anzündzeit brauchen die Briketts jedoch deutlich länger bis sie durchgeglüht sind als Kohlen.

Je besser die Grillkohle, desto schwerer geht sie an! 

Es klingt erst einmal absurd aber je schwerer sich die Kohle anzünden lässt, desto besser ist ihre Qualität. Die Erklärung steckt in der Herstellung der Kohle/Briketts:

Grillkohle ist getrocknetes Holz welches unter Sauerstoffentzug erhitzt wird. Bei dieser Verkohlung verliert das Holz fast die Hälfte an Volumen und bis zu 75% an Gewicht.

Da bei der richtigen Verkohlung die flüchtigen, flammenbildenden Gase fast vollständig verbrennen, brennt die fertige Holzkohle später ganz ohne Flammenbildung: Je weniger Flammen die Kohle also später im Grill entwickelt, desto besser wurde die Verkohlung abgeschlossen und umso länger ist die Brenndauer der Kohle.

Aber wenn weniger flammenbildende Gase in der Kohle enthalten sind, lässt sie sich auch schwerer entflammen. Daher brennt gute Holzkohle immer schwerer an als schlechte Holzkohle.

Daran lässt sich gute Holzkohle erkennen:

  •  Die Kohlestücke oder Briketts sind beinahe gleich groß
  • Frei von chemischen Bindemitteln
  • Kaum Rauchentwicklung, Flammenbildung, Funkenflug oder lautes Knallen

Viele sehr günstige Kohlebriketts bestehen häufig nicht aus Holz- sondern aus Braunkohle. Wenn Sie aber das typische Raucharoma von Holzkohle schätzen achten Sie beim Kauf genau auf die Angaben auf der Verpackung!

Nachhaltige Grillkohle?

Deutschland ist eine Grillnation. Weit über die Hälfte aller Grills werden mit Holzkohle befeuert, das sind stolze 250 000 Tonnen Holzkohle im Jahr, was uns zum Spitzenreiter in Europa macht. Dabei achten immer mehr Grillmeister auf hochwertige und auch nachhaltige Holzkohle. Doch was ist nachhaltige Holzkohle?

Denkt man an die Mengen an Kohlendioxid die schon allein bei der Produktion und natürlich auch bei der Verbrennung von Holzkohle entstehen, kann man keine Form der Holzkohle nachhaltig nennen. Die ökologischste Variante wäre selbstverständlich der Elektrogrill der, ohne verbranntes Grillgut und ohne tropfendes Fett, vollkommen emissionsfrei funktioniert. Gesetzt den Fall, man bezieht zu 100% Ökostrom.

Übrigens entstehen die meisten Emissionen beim Grillen durch das Grillgut selbst (Fleischproduktion und Transport) und nicht durch die Kohle!

Wer dennoch auf das typische Holzkohlearoma nicht verzichten möchte, für den haben wir hochwertige und umweltfreundlichere Alternativen zur klassischen Holzkohle:

1. Kohlebriketts aus Kokosnussschalen

Nach der Kokosnussernte wird die Frucht aus der Schale getrennt und weiterverarbeitet. Die Schalen waren für die Farmen bisher Abfall. Doch die besonders hölzernen Schalen eigenen sich ideal für die Produktion von Kohlebriketts, da sie besonders trocken ist.

Hierfür werden die Schalen unter sauerstoffarmen Bedingungen und großer Hitze verkohlt und anschließend verbrannt. Der entstandene Kohlestaub wird dann in eine Presse gegeben und zu handlichen Briketts gepresst. Für diese Kohlebriketts muss also kein einziger Baum gefällt werden, was sie nachhaltiger als herkömmliche Holzkohle macht.

Zusätzlich qualmt Kokoskohle weniger und verbrennt geruchsneutral. Sie erreicht höhere Temperaturen und hat eine längere Brenndauer. Nach dem Grillen entsteht bei Kokoskohle auch deutlich weniger Asche, was die Reinigung des Grills deutlich einfacher macht.

Die sechseckigen und länglichen Kokosbriketts von Napoleon lassen sich besonders gut stapeln. McBrikett dagegen bietet Kokosschalenbriketts in verschiedenen Formen und Größen an.

2. Olivenkernbriketts

Die Überreste aus der Olivenölproduktion werden in Griechenland schon lange in Pellet-Form zum Heizen genutzt. Fruchtfleischreste, Kerne und Schalen werden hierfür mit Wasser und Stärke vermischt und unter großem Druck in Form gepresst.

Die Brikettherstellung läuft genau gleich ab, nur dass die Produktionsreste vor dem Pressen noch wie normale Holzkohle verkohlt werden. Der Vorteil hierbei ist, dass die Briketts heißer verbrennen als nicht verkohlte Pellets.

Auch bei diesen Briketts ist der größte Vorteil, dass sie aus Abfallprodukten hergestellt und kein Baum gefällt werden muss. Die Olivenkernbriketts brennen extra lange und erreichen hohe Temperaturen um die 700°C. Der wenige Rauch der entsteht hat ein charaktervolles Aroma aus Kräutern und Holz.

3. Kohlebriketts aus Bambus

Bambus ist die am schnellsten nachwachsende Pflanze der Welt, eine spezielle Art schafft es um bis zu 91cm am Tag zu wachsen. Per Definition ist Bambus kein Baum, sondern ein Grasgewächs. Somit wird technisch gesehen für die Herstellung der Bambusbriketts kein Baum gefällt.

Bei der Bambusernte werden die Wurzeln nicht mit entfernt, somit fängt der Bambus direkt wieder an zu wachsen. Nach nur fünf Jahren kann der Bambus erneut gefällt und verkohlt werden.

Genauso wie Kokosschalen- und Olivenkernbriketts brennen auch Bambusbriketts länger und heißer als normale Holzkohlebriketts und hinterlassen ebenso weniger Asche.

McBrikett bietet mit den Bambuko-Bambusbriketts, die mit bis zu 1000°C verbrennen.

Grillbriketts im Test

In unserem großen Grillbriketttest haben wir unsere Top-Produkte direkt miteinander verglichen. Das Ergebnis hat uns überrascht. 

Zum Test

Grillkohle Langezeittest mit Infrarotkamera